Zahl des Monats

Auf Basis unserer Forschungsergebnisse präsentieren wir Ihnen monatlich interessante Zahlen rund um die Themen Digitalisierung und stationärer Einzelhandel.

76,2 % der Einzelhändler in Südwestfalen haben ihre Nachfolge nicht geregelt

Nur wenige inhabergeführte stationäre Einzelhändler in Südwestfalen haben sich bisher mit dem Thema Nachfolgeregelung auseinandergesetzt (Quelle: Händlerbefragung 2016, CCEC).

Wie muss man sich eigentlich den typischen stationären Einzelhändler im Sauerland vorstellen? Wenn man sich die reinen Fakten der Händlerumfrage* zum Stand der Digitalisierung in Südwestfalen anschaut, dann ließe sich der durchschnittliche Händler so beschreiben:

Er betreibt ein Bekleidungs- oder Schuhgeschäft (26%), beschäftigt (inkl. sich selbst) acht Mitarbeiter (vier Festangestellte, zwei Halbtagskräfte und zwei geringfügig Beschäftigte), findet das Thema Digitalisierung generell „gut“ (58,8%), erwartet für die nahe Zukunft eine positive wirtschaftliche Entwicklung für sein Geschäft (44,4%) und hat keinen Nachfolger bzw. sich mit dem Thema Nachfolgeregelung noch nicht auseinandergesetzt (76,2%). Quelle: Händlerbefragung 2016, CCEC.

Die Bedeutung einer Nachfolgeregelung im Mittelstand und in kleineren Betrieben wird oft durch das aktuelle Tagesgeschäft verdrängt – gehört aber neben der digitalen Transformation zum wesentlichen Zukunftsfaktor des eigenen Geschäftes. Was ist, wenn der Chef mal länger ausfällt oder in Rente geht? Wer führt den Laden mit welchem Konzept weiter?

Zum Thema Unternehmensnachfolge finden Sie auf den Websiten der IHK Arnsberg und der SIHK zu Hagen Tipps, wie Sie die Nachfolgregelung planen können bzw. wie Sie das Problem der Nachfolgeregelung richtig angehen.

Kostenfreie Broschüre zur Nachfolgeregelung „Generationenwechsel im Unternehmen“, hier geht es zum Download.

Kostenfreie Broschüre „Notfall-Handbuchs für Unternehmen“, hier geht es zum Download.

Melden Sie sich zu den IHK Nachfolgesprechtagen an. Infos gibt es hier.

 

* Die Händlerbefragung wurde im Sommer 2016 (17.05.2016 – 31.07.2016) in der Region Südwestfalen ausschließlich mit inhabergeführten stationären Einzelhändlern aus 26 Städten durchgeführt (Competence Center E-Commerce).

 

Nur 2% aller Einzelhändler in Südwestfalen setzen auf digitale Technologien im Ladenlokal

Ob eigener Online-Shop  (13%) oder Verkauf über Online Marktplätze bzw. Drittanbieterplattformen (9%), die qualifizierte Nutzung von digitalen Vertriebskanälen ist bei den Einzelhändlern in Südwestfalen auf einem sehr niedrigen Niveau. Den Tiefpunkt in der Nutzung von Digitalisierung auf den Vertriebskanälen markieren die In-Store Applikationen (Verbindung des Ladenlokals als Point of Sale mit den digitalen Vertriebskanälen) im Ladenlokal mit 2% qualifizierter Nutzung und einem Nutzungspotenzial von nur 7% (Abbildung 1).

Abb. 1: Die digitalen Vertriebskanäle werden bisher kaum von den Einzelhändlern in Südwestfalen genutzt (Quelle: Händlerbefragung 2016, CCEC).

Bei den eingesetzten In-Store Applikationen führen die Tablets mit einer Nutzung von 17% knapp vor digital Signage-Lösungen wie z.B. TV-Screens mit 14% (Abbildung 2).

Dabei können digitale Point of Sale (POS) Technologien viele Vorteile für Händler und Kunden bieten. Z. B. digitale Regalverlängerungen (digital Shelf-Extensions) ermöglichen es Händlern ein größeres Angebot bei limitierter Ladenfläche anzubieten, Tablets und interaktive Kisoksysteme können das Personal bei der Beratung ergänzen und unterstützen und Augmented Reality, digital Signage und interaktive Spiegel können das Einkaufserlebnis für den Kunden positiv beeinflussen.

Quelle:

Händlerbefragung des Competence Center E-Commerce zum Stand der Digitalisierung im inhabergeführten stationären Einzelhandel in Südwestfalen, 2016.

 

Abb. 2: Nur wenige Händler setzen In-Store Applikationen zur Verkaufsunterstützung im Ladenlokal ein (Quelle: Händlerbefragung 2016, CCEC).